Mittwoch, 12. April 2017

Geh doch mal raus …


Ein Satz, der mich als Kind wahnsinnig genervt hat: „Geh doch mal raus, es ist so schönes Wetter!“ (Na und? Ich habe hier zu tun!) Getoppt an Nervigkeit noch durch: „Die anderen Kinder sind auch alle draußen, nur Du sitzt hier drinnen.“ (Ok, ich bin ein Loser, aber ich will trotzdem nicht raus. Das änderte sich natürlich in Millisekunden, sobald ein Freund oder eine Freundin an der Tür erschien.)

Jetzt ratet mal, was heutzutage mein Lieblingsspruch ist!!!! Gewandt an die Power-Stubenhocker (ich will nämlich auch nicht raus, sondern alleine balkonhocken). Die es tatsächlich geschafft haben, mit einem butterweichen Wasserball zweimal die Glühbirne unserer Stehlampe zu enthaupten (Elektroschrott; mein Mann war vordergründig sauer, innerlich überglücklich, sich ein Teil mit Bluetooth kaufen zu können, so dass man ätzende Latino-Mucke, pardon wertvolles Kulturgut aus seiner Heimat sogar aus der Lampe hören kann. Ich war vordergründig kooperativ: „Die gefällt mir gar nicht. Aber wenn Dich das glücklich macht…“ – Hallo, seit wann wollen Ehefrauen, dass ihr Mann glücklich ist, sage ich da nur. Hat er zwar kapiert, aber so getan, als verstünde er den Subtext nicht, sondern hat die Scheißlampe trotzdem umgehend gekauft, denn seit wann wollen Ehemänner… etc. pp. Als ich meckerte, verglich er unsere Positionen mit den Differenzen der berühmten Literaten Miguel de Unamuno und Rubén Darío… – gegen diese Lampe komme ich einfach nicht an.) Und wer ist schuld daran? Die Stubenhocker! Die sich begeistert um das neue Teil sammeln.

Natürlich, wir Eltern sind alte Meckeronkel und -tanten. Denn sind die Kinder mal draußen, verschwinden sie natürlich für Stunden. Irgendwann beginnt dann unser Elternradar etwas sorgenvoll zu rotieren und das gefällt uns auch wieder nicht. Im Zeitalter von Handys wäre das ja eigentlich kein Problem. Aber: wir finden, dass man mit einem Smartphone noch warten sollte. Das Nokia-Steinzeithandy von Opa wurde wiederum als zu uncool abgelehnt. Man wolle sich ja nicht zum Gespött aller Leute machen, also BITTE! Immerhin werden wir davon abgelenkt, dass die Haustürklingel ungefähr 30 Mal schellt. Zum einen durch Felicitas, die auf der Suche nach ihren Brüdern im Haus herumgeistert, zum anderen tauchen immer mehr Kinder auf. Ein Nachbarsjunge, ein Mädchen mit Hund, es steht tatsächlich sogar in Brüderpaar im genau gleichen Alter wie unsere Jungs plötzlich bei uns im Wohnzimmer. Allerdings wollen die mit uns nichts zu tun haben, sondern nur unsere Söhne abholen. Wir raten ihnen, sie suchen zu gehen und dann gemeinsam wiederzukommen (geschickt eingefädelt, merkt ihr’s?). Das Mädchen mit Hund hat Timmy zu einem nicht näher spezifizierbaren Zeitpunkt vorbeiflitzen sehen. Generell werden Exkursionen leider nie zu dem Zeitpunkt anberaumt, an dem wir alten Menschen uns am Wochenende gerne zu einem Mittagsschläfchen hinhauen wollen. Dann herrscht natürlich regstes Männlein- und Weibleinlaufen.

Natürlich, ich weiß, die Uhr tickt. Die Zeit ist umgestellt. Sommerzeit. Ab Mai wird die gesamte Crew hier für Stunden verschwinden und irgendwann in der Nacht wieder auftauchen. Sie werden nie mehr müde sein und ich werde bis Ende August am Rad drehen. Ich werde im Oktober überglücklich die Zeit zurückstellen und einmal im Jahr eine volle Stunde Schlaf zusätzlich genießen. Vorfreude ist die schönste Freude. Wie so viele Menschen hasse ich die Zeitumstellung im Frühling. Früher war es vielleicht so ein kleiner Jetlag, jetzt fühlte ich angesichts der Tatsache, dass ich die Crew eine Stunde früher raushauen muss, so einen Horror, dass ich diesmal einen über ein Wochenende andauernden Masterplan erstellte. Samstag: Unverfängliches Wecken um 8 Uhr Winterzeit. Sonntag, es wird ernst: Spätester Denkbarer Wecktermin (SDW) war 8.30 Sommerzeit (7:30 Winterzeit), um Wecktermin 7:00 Sommerzeit (Projekt W7S) am Montag realistisch zu sichern. Einfach nur wecken – no way. So viel Realismus muss sein. Ich bediene mich des Domino-Effekts und unserer Dauerkarten im Zoo (To-do-Liste am Samstag: Semmeln, Salami, Käse, Äpfel und Gurken kaufen). Wenn ich Timmy sage, dass wir in den Zoo gehen, wird er sofort aufstehen und so lange auf seinen Geschwistern herumspringen, bis sie endlich und dauerhaft wach sind. Da können sie machen, was sie wollen. Und es hat einfach genial funktioniert! Klar, es war dort ein wenig einsam und kühl zu so früher Stunde, aber auch wirklich schön. Ein richtiger Geheimtipp. Von dem Herumgelatsche waren mein Mann und ich auch so müde, dass wir wunderbar früh schlafen gingen.

…Ach ja, und die Kinder kamen natürlich just in dem Moment nach Hause, als ich ihren Spruch „Chill, Mama“ mir mal zu Herzen nehmen wollte und mich gemütlich ins Bett gelegt hatte. War das schön. Meinen Mann, der mir tolle Bluetooth-Kunststücke demonstrieren wollte, blendete ich einfach aus. Meine Tochter auch. Ebenso das Schlüsselrasseln. Dann standen vier Kinder (Achtung: eins zu viel!) um mein Bett. Ach geh! Dann hocken wir jetzt Stube und schauen einen Film an. Gemeinsam mit dem Mädchen mit Hund. Das kam auch noch vorbei.

Mittwoch, 29. März 2017

Planung eines Kindergeburtstags (der 10. Geburtstag)

Gut: Sohnemann nimmt das Verfassen und Verteilen der Einladungen selbst in die Hand.


Schlecht: Die Anzahl der Eingeladenen ist mir nicht bekannt (z.B. die halbe Schule?).

Gut: Sohnemann hat nur einen einzigen Wunsch.

Schlecht: Das komische Spiel ist erst ab zwölf. Pädagogisches Geplapper kann ich mir sparen, ich kann es aber nicht abstellen.

Gut: Sohnemann hat konkrete Vorstellungen über den Ablauf.

Schlecht: Sämtliche Outsourcing-Vorschläge wie Kino etc. werden abgeschmettert. Außer Zocken gibt es kein Programm. (Ich bin ja so raffiniert: Ich werde sie trotzdem zwingen, die Wohnung zu verlassen. Habe eine Piñata gekauft, die wir draußen im Freien aufhängen werden.)

Gut: Beim Zocken sind sie leise und zerstören NICHTS (eine neue Erfahrung). Es ist egal, wie viele Jungs daran teilnehmen.

Schlecht: Ich finde das trotzdem ein bisschen gruselig.

Also, ich bin eine erfahrene Event-Managerin, ich habe bereits ca. 17 Großveranstaltungs-Kindergeburtstage überlebt; bei Kindergeburtstagen ist das ähnlich wie mit Hundejahren, also bitte mal 7 nehmen (mindestens) = ich bin die absolute Queen in dem Metier und bin jetzt gefühlt Einiges über 100. Daher kann mich die Vorstellung, dass eine riesige Meute unsere Wohnung stürmt, in keinster Weise schrecken (Geburtstags-Demenz). Es sind auch nur acht Jungs, d.h. wir sind insgesamt 10 Jungs und ein kleines Mädchen. Das kleine Mädchen ist abgehärtet, d.h. es findet nichts dabei, als 4-Jährige zwischen lauter Riesenkerlen herumzutoben. Tja, ein Teil von Felicitas` Freundinnen lehnt es ängstlich ab, unsere Wohnung zu betreten, weil da die wilden Kerle wohnen. (Ich wünschte, ich könnte das auch so machen.) Der zu Feiernde selbst lehnt (noch) die Gesellschaft von Mädchen, die mit ihm nicht verwandt sind, kategorisch ab. Es hätte ein Mädchen gegeben, das er zur Not als Gesellschafterin für die Schwester hätte ertragen können, aber das hatte keine Zeit; somit nur wilde Kerle.

Vorbereitung: ich kaufe eine Piñata, und eine riesige Menge Süßigkeiten. Außerdem eine riesige Menge Pommes, schlimme Getränke und diese furchtbaren Chicken Nuggets. Den Kuchen und Muffins habe ich outgesourct an Kuchenbackqueen OMA. Fertig! Selbstverständlich fehlt die liebevolle Geburtstagsdekoration bei uns auch nicht: Ich gebe den Kindern Luftschlangen und Luftballons zum Werkeln. Also, fünf Kilo zerrissene Papier- und Gummiteilchen in der Wohnung, das schaut schon geil aus, eine hochkarätige Innenarchitektin hätte es nicht besser hinbekommen. Seufz. Ich hole Schaufel und Besen und kehre das Zeug weg.

Im Vorfeld gibt es einen Riesenstreit, wer die Piñata befüllen darf. Bitte stellt Euch Haareausreißen, Boxtritte, gellendes Kampfgeschrei etc. selbst vor. Mir fehlt die Kraft, dies zu beschreiben. Dennoch halte ich an dem Projekt Piñata fest, und zwar aus einem einzigen Grund: Nur so kann ich die Horde wenigstens für kurze Zeit aus meiner Wohnung locken; hier drin können wir nicht riskieren, dass diese riesigen Bengel mit einem Stock auf das fragiile Objekt zielen. Wir haben zwar kaum noch Dinge, die noch irgendwas taugen, aber DIE wollen wir behalten − bzw. ICH; bei meinem Mann („Mach die Piñata doch innen, das wird super!“) habe ich den Verdacht, er freut sich schon auf Methulasalix` Ableben, um sich einen RICHTIG RICHTIG großen Fernsehbildschirm zu kaufen: nur über meine Leiche. Außerdem steht die Notaufnahme heute mal nicht auf der Agenda.

Also, erst mal „Happy Birthday“ singen und Kerzen auspusten. Blöderweise sitzt der ANDERE auf dem Geburtstagsstuhl und lässt sich nicht vertreiben. Dem Geburtstagskind ist das zum Glück egal und so pustet er halt von seinem Stehplatz aus seine Kerzen aus. Ich lasse die Truppe mampfen und dann: Zackzack, auf zur Piñata.

Meinem Mann (offizieller Piñata-Beauftragter) schärfe ich ein, dass er erst in einer halben Stunde zum Spielplatz nachkommen soll. „Warum?“ Irgendwie habe ich es satt, andauernd zu debattieren. „Egal.“ Wieso hört nicht einmal mein Mann ohne lästige Gegenfragen auf mich? Ich habe einen schwachen Moment, sowas rächt sich natürlich.

Eine Meute stürmt den Spielplatz, wir beiden Ölgötzen mit der Piñata hinterher. Dummerweise habe ich die Piñata diesmal nicht selbst gebastelt (erdbebensicher, hält ewig; Anleitung: Einen Riesenluftballon mit Schleim aus Zeitungspapierstreifen und Wasser/Mehl-Mischung bestreichen, dies über mehrere Tage mehrmals wiederholen), sondern gekauft. Das Kauf-Ding ist dermaßen fragil, dass es vielleicht für einen Dreijährigengeburtstag hält. Immerhin ist mein Mann ein begabter Piñata-Artist und schwenkt das Teil so geschickt herum, dass weder ein Kind zu Schaden kommt, noch das doofe Ding platzt. Für 15 Minuten. Dann reißt es, die Süßigkeiten quellen heraus, alle stürzen sich darauf und raffen ihre Schätze an sich (inklusive einem Gast, der uns irgendwie zugelaufen ist – das passiert bei Piñata allerdings öfter) … und schwupps … sind alle weg. Das war die Antwort auf das „Warum erst in einer halben Stunde?“. Wir stehen wie die dummen Schafe auf dem dummen Spielplatz, während die Jungs keine wertvolle Sekunde auf Freiluft-Aktivitäten verschwenden und nach Hause zischen. Mein Mann und ich gucken blöd aus der Wäsche. „Scheiß drauf, gehen wir halt auch wieder rein!“

Die Jungs sitzen gemütlich beim Kirchenkränzchen … äh besinnungslosen Computerzocken und mampfen Süßigkeiten. Ich glaube ja nicht, dass sie danach noch Essen zu sich nehmen können, aber meine Tiefkühltruhe ist voll: „Wollt Ihr noch Pommes und Nuggets?“, frage ich halbherzig. „JAAAAAAAAAAAAA!“

Aber gerne doch. Ich gerate kurz in ein Mama-Verzückungs-Koma, als ein wohlgeratener Junge mich fragt: „Kann ich etwas helfen?“ Hallo??? Kann ich den adoptieren/eintauschen (heute Sonderaktion 2 für 1)? Das habe ich ja noch NIE gehört. Ich drehe durch! Felicitas kuschelt sich an ihren Lieblings-Jungen – auf den steht sie schon seit Jahren, und das will bei einer 4-Jährigen ja etwas heißen. Unglaublicherweise vertilgen die Kinder riesige Mengen und verlangen immerzu nach mehr!

Auch eine neue Erfahrung: Kinder, die selbständig auf die Uhr sehen und sagen: „Wir müssen jetzt nach Hause!“ Mario ist ja meist relativ leicht zu orten, aber Timmy … er hat bereits im zarten Alter von 4 Jahren geschafft, die Flucht zu ergreifen, und tauchte erst just in dem Moment wieder auf, als ich dabei war, die Polizei zu rufen (kein Witz). Ich glaube auch nicht, dass meine Kinder schon mal zu irgendwem gesagt haben, sie müssten jetzt nach Hause. Außer zu uns versteht sich. Kaum haben wir es uns in dem Biergarten mit Spielplatz (!) gemütlich gemacht, haben die Kinder schon ihre Getränke heruntergestürzt, die Pommes gemampft, sogar ordnungsgemäß meine Weinschorle umgeschmissen … und wollen das langweilige Gefilde schon wieder verlassen. Aber freiwillig von einem Fest heimgehen? Nein. Da muss schon ein strenger Anruf oder ein Spezial-Einfang-Komitee erscheinen. Geheimtipp: Ich schicke ein nicht eingeladenes Geschwisterkind zum Abholen. Das ist dann meist sehr zackig darauf erpicht, dass der blöde Bruder/die blöde Schwester endlich aufhört, Bonbons zu fressen, um zu Hause von den gelangweilten Geschwistern gründlich durchgepiesackt zu werden. „Noch fünf Minuten“ gibt’s da nicht.

Nun ja, irgendwann sind alle Kinder friedlich von unserer Feier abgezogen oder abgeholt worden. Freudig sehe ich mich um: Keiner hat etwas angezündet, Schokotorte auf dem Bett verschmiert oder Wasser über das Laptop geschüttet. Wer sagt’s denn? Diesmal habe ich meine sieben Hunde-…äh Geburtstagsjahre ja echt leicht verdient.

Dienstag, 14. März 2017

Short Story: Der Ausflug zum See


Wir müssen endlich mal wieder zu unserem Lieblingssee! Das plane ich schon lange. Ich befülle Wasserflaschen (1,5 Liter, damit es keinen Streit ums Wasser gibt), schneide vier Äpfel klein und los geht’s … nachdem ich mich kurz mit meinem Mann gestritten habe, ob er mitkommen soll oder nicht, und alle Kinder ebenfalls dazu verdonnert habe.
Herrlich! Die Bäume, das Seeufer, die Sonne – Schwäne, die majestätisch über das Wasser schwimmen – Frühling liegt in der Luft. Felicitas liebt diesen See und stürmt wie eine Besessene zum Ufer. Platsch! Ein Bein ist nass. Timmy stürmt mit seinem Bruder wie ein Besessener … Platsch!
Tschüss, See. Die Äpfel essen wir im Auto. Lecker!


Donnerstag, 23. Februar 2017

Einmal Joghurt bitte!


Ich liebe Sonderangebote! Besonders die von Supermärkten der Kategorie „arschteurer Saftladen“. Um mich selber dafür zu bestrafen, dass ich vergessen habe, dass heute das Wasser wegen Reparatur bei uns abgestellt ist und ich daher Mineralwasser kaufen muss, füge ich heute mal masochistisch-nassforsch einen Joghurt im Sonderangebot für 29 Cent hinzu. Das läuft dann so ab: SELBSTVERSTÄNDLICH ist in der Kasse IMMER der teure Preis gespeichert.

Also hat man die Wahl: Entweder auf das Schnäppchen verzichten und 59 Cent blechen oder die Option für die ganz Irren (also mich!) – „Entschuldigen Sie bitte, der Joghurt ist heute im Angebot und kostet nur 29 Cent.“ Mundwinkel der Kassiererin gehen nach unten, sie mustert den Joghurt. Dann die Kasse. Eiseskälte breitet sich im Raum aus. Eiswürfel klingen. Dann wühlt sie unter der Kasse herum und holt einen Prospekt hervor, in dessen Lektüre sie sich nun vertieft. Leider ist dieser interpretatorisch doch vielschichtiger als erwartet. Abgebildet sind Ehrmann Erdbeere und Heidelbeere, was ist nun mit den anderen Sorten? Ich verweise auf ein riesiges Schild, das unter allen Ehrmann Joghurts angebracht sei. Das nützt mir, wie ich weiß, nun gar nichts und derlei laienhafte Einwendungen verdienen deshalb auch keiner Erwiderung.

„Herr Obermüller!“ (Name fiktiv), ruft die Dame, bei der ich so einfach mir nichts, dir nicht einen Joghurt kaufen wollte, resolut.

Herr Obermüller schreitet aus der Obstabteilung herbei.

„Ist der Ehrmann Joghurt im Angebot?“

Beantworte keine Frage ohne Gegenfrage: „Ist er denn im Prospekt?“
„Ja, aber da ist nur Heidelbeer und Erdbeer abgebildet. Was ist mit der „Hüttengaudi?“
  Ich finde, wir haben schon viel Gaudi in der Hütten. (Achtung: Solche Flach-Späße bitte unbedingt für sich behalten!)

Herr Obermüller beachtet mich nicht, auch meine erneuten frechen Hinweise auf das rote Schild nicht. Er lässt sich mit strengem Blick den Prospekt geben, den es jetzt philologisch zu durchleuchten gilt.

Aber auch er scheitert an dem Erdbeer-Heidelbeer-Änigma. Seufzend macht er sich auf den weiten Weg zum Kühlregal, offenbar, um dort durch Meditation weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Ich schaue vorsichtig hinter mich und die gigantische Schlange, die sich hinter mir gebildet hat. Oh weh - ich mach den Obermüller und tu so, als wären diese vielen bösen Leute gar nicht da.

Nach geraumer Zeit kommt Herr Obermüller zurück. „Hüttengaudi geht auch.“ Seufzend tippt die Frau Kassiererin auf der Kasse herum. „3,98.“ (Extraseufz).

Also, wenn Ihr Sonderangebote kaufen wollt, ist Montag ganz, ganz schlecht. Dienstag wäre theoretisch sicher besser, da die Mitarbeiter da schon in die diffizile Problematik eingearbeitet sind, allerdings sind die billigen Joghurts dann ja ausverkauft. Nur die Harten komm in Garten!